2024 lief der Doku­men­tar­film »Antifa – Schul­ter an Schul­ter, wo der Staat ver­sagte« im Kino. Jetzt ist er auf DVD erschie­nen. Der Film bie­tet einen Ein­blick in die Geschichte der Antifa-Bewegung der Neun­zi­ger. Die Zeit vor 1990, in die auch Ham­burgs ›Base­ball­schlä­ger­jahre‹ fal­len, kommt dabei jedoch zu kurz. 
Im ver­gan­ge­nen Herbst grün­dete der Come­dian Nico Sems­rott die PRÜF-Kampagne. Ihre For­de­rung: die Prü­fung aller rechts­extre­men Par­teien durch das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt. Auch in Ham­burg wird seit Novem­ber monat­lich für diese For­de­rung demons­triert. Inhalt­lich und orga­ni­sa­to­risch liegt aber eini­ges im Argen. 
An der Uni Ham­burg for­miert sich eine BDS-Kampagne. Der AStA unter­stützt sie und trägt damit zu einer israel- und juden­feind­li­chen Atmo­sphäre auf dem Cam­pus bei. Wir haben genauer hin­ge­se­hen und nachgefragt. 
Wer wird heute in Ham­burg von der deutsch-türkischen extre­men Rech­ten bedroht? Wie weh­ren sich die Betrof­fe­nen? Und wie kön­nen enga­gierte Zivil­ge­sell­schaft und anti­fa­schis­ti­sche Linke ihnen soli­da­risch bei­ste­hen? Wir spre­chen mit Fatma Keser und Kim David Amon. Locke (St. Pauli), 18.30 Uhr. 
40 Jahre nach dem Mord an Rama­zan Avcı wird sei­ner in Ham­burg auf viel­fäl­tige Weise gedacht. Das beweist, dass sich erin­ne­rungs­po­li­tisch seit­her eini­ges getan hat – ins­be­son­dere dank migran­ti­scher Selbst­or­ga­ni­sie­rung und poli­ti­scher Initia­ti­ven. Ein Gast­bei­trag von Gas­ton Kirsche. 
Die Ver­su­che kon­ser­va­ti­ver und rech­ter Akteure, durch die Rekon­struk­tion alter Gebäude das Stadt­bild gemäß ihrer poli­ti­schen Pro­gram­ma­tik umzu­ge­stal­ten, neh­men in vie­len deut­schen Städ­ten zu. Auch in Ham­burg plä­diert die AfD für den gebau­ten Geschichts­re­vi­sio­nis­mus. Am Schul­ter­blatt wur­den der­weil stei­nerne Tat­sa­chen geschaffen. 
Dem Über­le­ben­den des rechts­ter­ro­ris­ti­schen Anschlags von Mölln, İbrahim Ars­lan, wurde auf der Bühne des Zeise Kinos Anti­se­mi­tis­mus vor­ge­wor­fen, weil er ein pro­pa­läs­ti­nen­si­sches T‑Shirt trug. Ein jüdi­scher Kino­gast ergriff das Wort und ver­tei­digte ihn. Für viele ein kla­rer Fall: Über­heb­li­ches deut­sches „Aufarbeitungsweltmeister“-Gebaren at its worst. Aber ist es wirk­lich so einfach? 
**Update Februar 2025** Die Ham­bur­ger AfD ver­brei­tet immer wie­der klas­sisch revi­sio­nis­ti­sche The­sen, die vor allem den Holo­caust und die Kolo­ni­al­ge­schichte umdeu­ten. Vor allem aber ver­tritt sie einen nost­al­gi­schen Natio­na­lis­mus, der Mythen über die deut­sche Ver­gan­gen­heit entwirft. 
Im Okto­ber 2024 ver­öf­fent­lich­ten wir anläss­lich des Jah­res­ta­ges des Mas­sa­kers der Hamas im Süden Isra­els eine Chro­nik anti­se­mi­ti­scher Vor­fälle in Ham­burg im zurück­lie­gen­den Jahr. Wir kri­ti­sier­ten u.a. die bis­he­rige Daten­er­he­bung in Ham­burg. Die AfD ver­sucht dies für ihre anti­de­mo­kra­ti­sche Agenda zu instrumentalisieren. 
Seit dem Mas­sa­ker der Hamas am 07. Okto­ber 2023 gibt es auch in Ham­burg eine Flut anti­se­mi­ti­scher Vor­fälle. Wir haben gemein­sam mit Bag­rut e.V. eine Chro­nik über das ver­gan­gene Jahr erstellt, um das Aus­maß und die For­men des Anti­se­mi­tis­mus sicht­bar zu machen.